Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Thomas M. Helms

Mit Dr. Thomas M. Helms verliert die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DScK) ihren Mitgründer und ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden. Dr. Thomas Helms war ein außergewöhnlich engagierter Arzt, Wissenschaftler und gesundheitspolitischer Gestalter. Er hat sich mit großer Leidenschaft für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten eingesetzt.
Dr. Thomas Helms war interventioneller Kardiologe und Elektrophysiologe aus Überzeugung. Prägend waren für ihn unter anderem Stationen und Forschungsaufenthalte an der University of California San Francisco und in Maastricht. Mit seiner hoch spezialisierten Arbeitsgruppe behandelte er Patientinnen und Patienten aus aller Welt. Sein ärztliches Handeln bestimmten klinische Erfahrung, technische Präzision und der Anspruch, medizinische Innovationen aufzugreifen und bestehende Verfahren weiterzuentwickeln. Er wollte Versorgung nicht nur im ärztlichen Handeln verbessern. Er wollte auch ihre Strukturen und Rahmenbedingungen nachhaltig verändern.
Früh erkannte er, welche Möglichkeiten Digitalisierung, Telemedizin und Telemonitoring für chronisch kranke Menschen bieten. Technik war für ihn nie Selbstzweck. Entscheidend war, ob sie hilft, Krankheiten früher zu erkennen, Patientinnen und Patienten kontinuierlich zu begleiten und Fortschritt in tragfähige Versorgungsstrukturen zu überführen.
Unter seinem Vorsitz beteiligte sich die DScK als Partnerin in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungs- und Innovationsvorhaben. Dabei rückte zunehmend eine Frage in den Mittelpunkt: Was fördert oder erschwert die Einführung neuer Versorgungsansätze? Wie erleben Patientinnen, Patienten und Gesundheitsfachkräfte neue Angebote, und was braucht es, damit sie im Alltag angenommen und dauerhaft verankert werden?
Auch gesundheitspolitisch setzte er sich für Veränderungen ein. Besonders wichtig waren ihm Prävention und Früherkennung. Ebenso setzte er sich für Rahmenbedingungen ein, die wissenschaftlich fundierte Neuerungen schneller in die Versorgung bringen. In der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) engagierte er sich vor allem für Telemonitoring und digitale Medizin in der AG33 und als Sprecher im Ausschuss für eCardiology im Bereich Gesellschaft und Politik. Er verstand es in besonderer Weise, Menschen aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Gesundheitswirtschaft zusammenzubringen und gemeinsam mit Stiftungen, Fachgesellschaften und internationalen Partnern Neues anzustoßen. Für die DScK war Dr. Thomas Helms eine prägende Persönlichkeit. Seine Neugier, seine Beharrlichkeit und seine Bereitschaft, neue Wege zu gehen, haben unsere Arbeit wesentlich geprägt. Viele seiner Anliegen sind heute fest in der Stiftung verankert und werden weitergeführt. Wir wollen unterschiedliche Perspektiven aus Versorgung, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenbringen, neue Lösungen gemeinsam mit den beteiligten Akteuren weiterentwickeln und ihre Umsetzung wissenschaftlich begleiten. Prävention, Früherkennung und die Versorgung von Menschen mit chronischen und mehrfachen Erkrankungen wollen wir weiter voranbringen. Wir verlieren einen leidenschaftlichen Arzt, einen Vordenker, einen engagierten Mitstreiter und einen besonderen Menschen. Ein weiterer Nachruf ist in der Zeitschrift Herzschrittmachertherapie + Elektrophysiologie erschienen ( In memoriam Thomas M. Helms ). Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Horst Ohlmann, Dr. Bettina Zippel-Schultz und Reinhold Preissler für den Vorstand und das Team der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Beirat: Dr. Martin D. Denz, Prof. Dr. Matthias Endres, Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, Prof. Dr. Volkmar Falk, Prof. Dr. J. Christoph Geller, Prof. Dr. Reinhard Erik Griebenow, Prof. Dr. Thomas Klingenheben, Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland, Prof. Dr. Stefan Sack, Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Prof. Dr. Carsten Schultz, Prof. Dr. Martin Stockburger, Prof. Dr. Karl Wegscheider und Prof. Dr. Christian ZugckPhilosophie
Im Fokus der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke:
Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen
Die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DScK) wurde 2004 als gemeinnützige, unabhängige Stiftung in Fürth gegründet. Wir sind davon überzeugt, dass sich eine gute Gesundheitsversorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen an deren Bedürfnissen orientiert. Basis unserer Arbeit ist die Gewissheit, dass eine nachhaltige Verbesserung gelingt durch:
Innovationen, mutiges Handeln und partizipative Anstrengung aller Akteur*innen des Gesundheitssystems, wie Patient*innen und deren Angehörige, Ärzt*innen und Therapeut*innen sowie Kostenträger und Vertreter*innen der Gesundheitspolitik.
Erfahren Sie mehr zu unserer Philosophie.
Aktuelles aus der Stiftung
Woran wir arbeiten
Im Einklang mit unseren Überzeugungen vernetzen wir Akteur*innen verschiedener Interessengruppen miteinander. Damit ermöglichen wir die Entwicklung gemeinsamer Konzepte, initiieren darauf aufbauende Projekte und Forschungsaktivitäten und integrieren unterschiedliche Sichtweisen in unsere Projektarbeit. Aufbauend auf den vielfältigen Kompetenzen bringt sich die Stiftung als Koordinator oder wissenschaftlicher Partner in diese Projekte ein. Die Projekte und Forschungsvorhaben werden vorausschauend mit einem hohen Maß an Partizipation und Kooperation geplant und durchgeführt. Eines unserer speziellen Anliegen ist die Erforschung, Nutzung und Akzeptanz von innovativen, gesundheitsunterstützenden Technologien in gemeinsamen Projekten.

- HI-Netzwerk NORD: HI-Netzwerk NORD hat das Ziel, ein Herzinsuffizienznetzwerk in Schleswig-Holstein aufzubauen und damit den Patient*innen eine noch bessere Versorgung anbieten zu können. Hier erfahren Sie mehr über HI-Netzwerk NORD.
- WATCH: WATCH hat das Ziel, die Versorgung von Post-COVID-Patient*innen über eine mobile Post-COVID-Ambulanz und eine multimodale symptomübergreifende telemedizinische Intervention zu optimieren. Hier erfahren Sie mehr über WATCH.
- HI-PLUS: HI-PLUS hat das Ziel, die Versorgung von Herzinsuffizienzpatient*innen durch ein optimiertes Case- und Care-Management zu verbessern. Hier erfahren Sie mehr über HI-PLUS.
- CAEHR: Das Projekt CAEHR hat das Ziel, den Krankheitsverlauf von Patient*innen mit verschiedenen Herz-Kreislauferkrankungen besser zu überwachen, die Behandlung zu verbessern und Versorgungsmaßnahmen wirkungsvoller einzusetzen. Hier erfahren Sie mehr über CAEHR.
- PräVaNet: Im Projekt PäVaNet soll eine optimierte und interdisziplinäre, leitlinien- und bedarfsgerechte Versorgung eingeführt werden, um einer Zustandsverschlechterung von Patient*innen mit Diabetes Typ 2 entgegenzuwirken. Hier erfahren Sie mehr über PräVaNet.
- PRE-DETECT-HF: In PRE-DETECT-HF wird eine digitale Gesundheitslösung in einer klinischen Studie validiert, welche eine Zustandsverschlechterung bei Menschen mit Herzinsuffizienz auf Basis von Vitalparametern, Sprachanalyse und Symptomen rechtzeitiger und präziser erkennen soll. Hier erfahren Sie mehr über PRE-DETECT-HF.
- iCARE4CVD: In iCARE4CVD werden Prognose-Modelle zur Definition neuer Behandlungspfade entwickelt und validiert, die eine bessere Diagnose, Risikostratifizierung und Vorhersage des Behandlungserfolgs bei kardiovaskulären Erkrankungen ermöglichen sollen. Hier erfahren Sie mehr über iCARE4CVD.
- DOQUVIDE, eine qualitätssichernde Maßnahme zur Erhebung der Versorgungsqualität telekardiologischer Patient*innen im ambulanten Bereich,
- eine Förderung zum Aufbau von regionale, IT-gestützten Arztnetzwerken für eine bessere Versorgung chronisch Kranker,
- die Mitarbeit bei der Definition von Medizinischen Informationsobjekten (MIO).
Weitere Informationen zu unserem Engagement außerhalb unserer Projekte finden Sie hier.
Unser Team kennenlernen
Wir vernetzen uns
Die Arbeit im Team und mit unseren Partner*innen beruht auf transparenter und vertrauensvoller Zusammenarbeit und Kommunikation. Neben dieser Auswahl an Partner*innen, die uns bei unserer Arbeit begleiten, arbeiten wir in den Projekten mit verschiedenen Partner*innen zusammen. Unter "Woran wir arbeiten" erfahren Sie mehr.
























